29.07.07 Erste Urlaubsbilder

Strand und Tierchen

07.07.07 Falschfahrer Me

Spaß im Gegenverkehr

28.06.07 Freizeit!

Der Beginn der Semesterferien

12.04.07 Autokauf

Ich war shoppen!

08.04.07 Kletterbilder

aus den Blue Mountains

07.04.07 ITEC800

Software Engineering à la Macquarie

20.03.07 Lecker Fels!

Das erste mal Klettern in Sydney

Freizeit! - 28.06.07

Skubb, Ordnung im Schrank

Aussicht aus der Blu Horizon Bar

Ein deutscher Biergarten in Sydney

JEE Architekturdiagramm

Geschafft! Letzten Montag habe ich meine letzte Klausur für dieses Semester geschrieben und nun habe ich endlich wieder freie Zeit. Nach vier Wochen mit 12h/Tag im Lab ist das eine sehr willkommene Abwechslung.

Die neue Freiheit hab ich dann erstmal dazu genutzt mich in der Stadt zu verfahren, bei Ikea (ja, das gibts hier auch) zu landen und mich ein klein wenig einzurichten. Zwei "Skubb"s lösen jetzt zB das Problem, das ich in meinem Kleiderschrank zwar wunderbar umherlaufen aber nur sehr schwierig Dinge ablegen konnte... Ausserdem hatte ich auch mal wieder Zeit vernünftig zu Essen, ein paar E-Mails zu schreiben und meinen Urlaub zu planen und Abends in der Stadt wegzugehen. Unter anderem waren wir in der Blu Horizon Bar etwas trinken. Die Aussicht von dort ist wirklich großartig und die Getränkepreise mehr als wert (Foto).
Wenn ich jetzt noch dazu komme wieder regelmäßig zu klettern (notfalls auch in der Halle) ist eigentlich wieder alles gut! Am Ende der Ferien fahre ich dann mit einem Freund und seiner Freundin nach Brisbane und zurück. Vielleicht schaffen wir es sogar noch ein wenig weiter nach Norden zum Fraser Island. Diese 125km lange Sandinsel ist berühmt für ihre wunderschönen und tödlichen Meeres-Strände, die wunderschönen und harmlosen Badeseen und den endlosen Spaß mit Sandbuggies auf ihr herumzufahren.

Ganz im Kontrast dazu ist es jetzt gerade und hier in meinem Zimmer aber leider reichlich kalt. Bei 6°C nachts fragt man sich doch warum australische Häuser (wie zB dieses hier) meist keien Zentralheizung haben.. Es ist zwar nett sozial, da man sich dann öfter im Wohnzimmer am Heizlüfter trifft, dafür kann ich in meinem Zimmer aber nur noch mit Jacke arbeiten wenn es spät wird. Ob man bei diesen Temperaturen noch richtig gut draussen klettern kann wird sich dann am Mittwoch herausstellen. Die Australier sprechen immerhin schon von einem Außnahmezustand und ein bisschen Schneefall in den Blue Mountains schafft es sogar in die Nachrichten.

Jetzt noch ein bisschen was über die Uni: Die Prüfungen selbst sind leider nicht zu gut gelaufen. In einem Fach war ich besonders schlecht. Dort waren die Fragen sehr auf einzelne Hersteller und herstellerspezifische "Technologien" gerichtet und waren ohne auswendiglernen der entsprechenden Abkürzungen kaum zu beantworten. So wurde z.B. gefragt welche der Abkürzungen CLI, CIL, ILC, LIC nicht für eine Microsofttechnologie stünden oder die Wiedergabe des Java JEE 5 Architekturdiagrammes (siehe Abbildung) verlangt. Akademische Relevanz kann ich bei diesen Themen nicht entdecken. Das abgefragte Wissen ist (naja, wäre in meinem Fall) nicht nur spezifisch für die Software eines einzelnen Herstellers sondern warscheinlich auch nur das nächste Jahr interessant. Leider war aber auch ein guter Teil des Kurses "Webservices" auf diese Art Kentnisse zentriert. In den Vorlesungen wurden Microsoft und Java Technologien angepriesen und wie leicht sie zu benutzen sind. In den Tutorien wurden dann entsprechende Lösungen in der Entwicklungsumgebung zusammengeklickt. Verließen die Fragen den sicheren Bereich der heimischen IDEs wurde dann auch der Dozent schnell unsicher. Fragen wie man z.B. verteilte Transaktionen bewältigen kann wenn man nicht gerade Sun oder MS Standardkomponenten verwendet die sich "magisch" verständigen wimmelte er mit "I think nobody should try to do that" ab. Wozu auch, meinte er, MS und Sun hätten es ja bereits für uns realisiert..

Zum Glück gibt es aber auch andere richtig spannende Kurse an der Uni: Einer dieser hat sich zB mit Konzepten der Objektorientierung, Design Patterns und Software Qualität beschäftigt und es dabei geschafft den Zusammenhang zwischen diesen Themen zu verdeutlichen. Objektorientierung wurde dabei nicht nur in Java oder C++ gelehrt sondern auch in etwas exotischeren Sprachen wie Smalltalk, Ocaml, Ruby und Scala betrachtet, was die Konzepte mit ihren verschiedenen Umsetzungen sehr schön verdeutlicht hat. Aber den spannendsten Teil fande ich eigentlich die Design Patterns: Sehr viele Design Artefakte die ich schon in vielen Programmen gesehen habe werden mit ihren Anwendungsbereichen und Konsequenzen beschrieben. Neben einem Wortschatz, der das schnelle bennenen und begreifen ganzer Programmstrukturen erlaubt, bekommt man durch die Patterns auch eine gute Idee der basalen Prinzipien die gutes Design ausmachen.